communale oö 2026: Herbstprogramm zum Bauernkrieg startet

Kultur · Oberösterreich, August 2026

Mit fünf neuen „Mut-Orten” in Pinsdorf, Pram, Linz, Gmunden und Wolfsegg tritt die communale oö 2026 ab September in ihre zweite Hälfte: Rund 1.200 Personen haben bereits an Führungen teilgenommen, mehr als 3.100 Schülerinnen und Schüler wurden über Crashkurse und das Format „Museum in a Box” erreicht. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sieht im Herbstprogramm, das sich der entscheidenden Schlussphase des Oberösterreichischen Bauernkrieges von 1626 widmet, weit mehr als einen Blick zurück – sondern einen Denkanstoß für Zusammenhalt und Verantwortung in der Gegenwart.

5
neue Mut-Orte im Herbstprogramm
1.200
Teilnehmende bei communale-Führungen bisher
3.100+
erreichte Schülerinnen und Schüler

Das Herbstprogramm der communale oö 2026 richtet den Blick auf die entscheidenden Monate des Bauernkrieges in Oberösterreich – und schlägt zugleich eine Brücke in unsere Gegenwart. Denn Geschichte ist nie nur Vergangenheit: Sie kann uns Orientierung geben und dazu anregen, über Zusammenhalt, Verantwortung und Zivilcourage nachzudenken. Genau dazu laden auch die neuen Mut-Orte ein.

LH Mag. Thomas Stelzer (ÖVP), Landeshauptmann Oberösterreich


Pinsdorf und Pram eröffnen den Herbst

Den Auftakt macht ab 12. September die Gemeinde Pinsdorf, Schauplatz einer der letzten großen Schlachten des Bauernkriegs, unter dem Motto „Mut zur Versöhnung – zsommraffn & zusommhoidn” mit Musik, Tradition und zeitgenössischer Kunst. Von 18. bis 20. September folgt Pram: Unter dem Leitgedanken „Make Pram – not War” entsteht gemeinsam mit Vereinen, Initiativen und Künstlerinnen und Künstlern eine „Wilde Roas” durch den Ort, bei der Fackelmarsch und Höhenfeuer auf Ausstellungen, Performances und Konzerte treffen.

Linzer Mariendom und Gmunden als Reflexionsorte

Am 27. September wird Linz im Rahmen des Tages des Denkmals zum zentralen Schauplatz: Rund um den Mariendom entsteht ein eigenes Festival mit Ausstellungen, Bustouren und künstlerischen Interventionen zu Geschichte, Erinnerung und Migration. In Gmunden rückt von 27. September bis 8. November unter dem Leitmotiv „Mut, Geschichte zu schreiben – von history zu HERstory” die Rolle weiblicher Stimmen in der Überlieferung des Bauernkriegs in den Mittelpunkt, mit Symposien, Lesungen, Theaterproduktionen und Ausstellungen.

Finale in Wolfsegg: „Mut zur Zukunft”

Den Abschluss bildet am 21. und 22. November das „Finale communale” in Wolfsegg, dem historischen Endpunkt des Bauernkrieges. Der Samstag steht als „Festakt der Gemeinschaft” im Zeichen von Rückschau und Begegnung, der Sonntag als „Forum der Verantwortung” widmet sich Gedenken, Ökumene und den Zukunftsfragen der Landwirtschaft. Cornelius Obonya und Hannes Leidinger setzen gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern in Pinsdorf, Linz und Wolfsegg künstlerische Akzente zwischen Erinnerung und Zukunft.

Ergänzt wird das Programm landesweit durch Literatur, Theater und Diskurs: Das LiteraturSchiff bringt neun Autorinnen an verschiedene Orte, der Kepler Salon verhandelt in Linz, Gmunden und Peuerbach Fragen zu Toleranz und Zivilcourage, und Theaterproduktionen wie Karin Peschkas „Casparus” oder das Stationentheater „Gegen den Wind gesät” erweitern die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Jahr 1626.

Die communale oö macht Oberösterreichs Geschichte verständlich, greifbar und relevant. Auch in der zweiten Hälfte werden historische Ereignisse mit künstlerischen Perspektiven verbunden und in einem innovativen und kreativen Vermittlungsprogramm verbreitet.

Mag.a Margot Nazzal, Landeskulturdirektorin Oberösterreich

communale oö 2026 — Herbstprogramm auf einen Blick

  • 12.–20. September: Auftakt in Pinsdorf und Pram
  • 27. September: Tag des Denkmals am Linzer Mariendom
  • 27. September – 8. November: „HERstory”-Programm in Gmunden
  • 21./22. November: Finale communale in Wolfsegg
  • Infos & Termine: communale.at

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