Industrial AI Upper Austria: 4 Mio. Euro für KI-Forschung

Wirtschaft & Innovation · Linz, September 2026

Rund vier Millionen Euro stellt das Land Oberösterreich für den neuen Landes-Forschungs-Call „Industrial AI Upper Austria” bereit, weitere 168.000 Euro fließen in rund 300 zusätzliche KI-Kurse für die Bevölkerung. Die entsprechenden Beschlüsse fasste die Oö. Landesregierung unter Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in ihrer Sitzung im September 2026. Damit setzt Oberösterreich seine KI-Exzellenzstrategie „WunderKInd OÖ” konsequent fort – nur wenige Tage, nachdem bekannt wurde, dass der US-Company-Builder Plug and Play am JKU-Campus sein erstes „Center of Excellence for Physical and Industrial AI” innerhalb der Europäischen Union aufbaut.

4 Mio. €
Fördervolumen Landes-Forschungs-Call „Industrial AI Upper Austria”
300
zusätzliche KI-Kurse für Bürgerinnen und Bürger, finanziert mit 168.000 Euro
16.9.–10.12.2026
Einreichzeitraum über den FFG eCall

Künstliche Intelligenz wird Wirtschaft, Arbeit und unseren Alltag grundlegend verändern. Für Oberösterreich ist daher entscheidend, dass wir nicht zuschauen, sondern vorne dabei sind. Wir investieren dort, wo KI einen konkreten Nutzen bringt: in unseren Betrieben, für unseren Standort und für die Menschen in unserem Land.

Thomas Stelzer (ÖVP), Landeshauptmann Oberösterreich


Industrial AI Upper Austria: Forschung für den Industriestandort

Mit „Industrial AI Upper Austria” sollen kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte angestoßen werden, die konkrete Herausforderungen der Industrie mit Künstlicher Intelligenz lösen. Die Ausschreibung konzentriert sich auf drei Bereiche: KI-gestützte Maschinen, KI-gestützte Produktions- und Fertigungsprozesse sowie KI-Anwendungen in Wertschöpfungsnetzwerken und unterstützenden Unternehmensprozessen. Im Mittelpunkt stehen höhere Produktivität, Energie- und Ressourceneffizienz, Anlagenverfügbarkeit sowie stabile und nachhaltige Produktionsprozesse. Voraussetzung für eine Einreichung ist ein Konsortium aus mindestens einem Unternehmen und einer Forschungseinrichtung mit Forschungs- und Wertschöpfungsschwerpunkt in Oberösterreich. Abgewickelt wird der Call über die FFG.

„Als Industriebundesland Nummer eins wollen wir Forschungsergebnisse rasch in die Anwendung bringen. KI kann dabei helfen, Prozesse effizienter zu machen, Ressourcen zu sparen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu stärken. Genau dort setzen wir mit ‚Industrial AI Upper Austria’ an”, so Stelzer.

Digitale Infrastruktur als Fundament

Mit „Industrial AI Upper Austria” stoßen wir konkrete Projekte an, damit unsere Unternehmen die Chancen der Künstlichen Intelligenz schneller nutzen können. Unser Ziel ist, Innovationen rasch aus der Forschung in die betriebliche Praxis zu bringen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Oberösterreich weiter zu stärken. Darüber hinaus treibt Oberösterreich den Ausbau der digitalen Infrastruktur weiter voran, vom Breitbandausbau bis zu leistungsfähigen Rechen- und Speicherkapazitäten vor Ort, die eine wichtige Grundlage sowohl für die KI-Forschung als auch für die konkrete Anwendung bilden.

Markus Achleitner (ÖVP), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Oberösterreich

300 zusätzliche KI-Kurse in ganz Oberösterreich

Gleichzeitig bringt das Land KI-Wissen stärker in die Bevölkerung: Gemeinsam mit der OeAD-GmbH beteiligt sich Oberösterreich am bundesweiten Programm „Digital Überall”. Mit 168.000 Euro sichert sich das Land rund 300 zusätzliche KI-Kurse für Bürgerinnen und Bürger in allen Regionen des Landes. Ziel ist ein niederschwelliger und praxisnaher Zugang zu Künstlicher Intelligenz – nicht nur für Betriebe, sondern für möglichst viele Menschen in Oberösterreich.

„KI darf kein Thema für einige wenige Experten bleiben. Wir wollen die Chancen dieser Technologie in unsere Betriebe und gleichzeitig das Wissen darüber zu den Menschen bringen. Wer KI versteht, kann sie auch besser für sich nutzen”, so Stelzer.

INDUSTRIAL AI UPPER AUSTRIA — AUF EINEN BLICK

  • Fördervolumen: rund 4 Mio. Euro, abgewickelt über die FFG
  • Schwerpunkte: KI-gestützte Maschinen · KI-gestützte Produktions- und Fertigungsprozesse · KI-gestützte Netzwerke und Unternehmensprozesse
  • Voraussetzung: Konsortium aus mind. einem Unternehmen und einer Forschungseinrichtung mit Schwerpunkt in OÖ
  • Einreichzeitraum: 16. September bis 10. Dezember 2026, 12 Uhr, via FFG eCall
  • KI-Kurse: 300 zusätzliche Kurse für die Bevölkerung, 168.000 Euro, gemeinsam mit OeAD-GmbH im Rahmen von „Digital Überall”
  • Einbettung: Teil der KI-Exzellenzstrategie „WunderKInd OÖ”

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