Wirtschaft & Innovation · Linz, Mai 2026
Intelligente Teig-Optimierung für Chips, KI-gestützter Pflanzenschutz in der Landwirtschaft, automatische Qualitätskontrolle in der Bäckerei: Bei der Upper Food 2026 des Lebensmittel-Clusters der oö. Standortagentur Business Upper Austria diskutierten 160 Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft und Start-ups, wie Künstliche Intelligenz die Lebensmittelbranche grundlegend verändert. Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) machte die strategische Bedeutung des Themas für den Standort OÖ deutlich.
|
160 Teilnehmer bei der Upper Food 2026 |
24 % Qualitätskontrolle — größtes KI-Segment |
23 % Produktion & Verpackung |
17 % Sortierung als drittwichtigstes KI-Anwendungsfeld |
Künstliche Intelligenz verändert auch Lebensmittelindustrie, Handel und Gastronomie tiefgreifend und ist daher nicht mehr wegzudenken. Entscheidend ist, wie wir sie nutzen, um die Zukunft unseres Standorts zu gestalten.
LR Markus Achleitner (ÖVP), Wirtschafts-Landesrat Oberösterreich
Von Chips bis Schokolade: KI in der Produktion
Konkrete Praxisbeispiele lieferten Vertreterinnen der Siemens AG Österreich: intelligente Teig-Optimierung für Chips, KI-gestütztes Energiemanagement für die Schokoladenproduktion und optische Qualitätskontrolle in einer Bäckerei. Die drei größten KI-Anwendungsfelder in der Lebensmittelindustrie sind aktuell Qualitätskontrolle (24 %), Produktion und Verpackung (23 %) sowie Sortierung (17 %). Die Botschaft: Aus Daten müssen Taten werden — jetzt.
Auch die Salinen Austria AG, viertgrößter Energieabnehmer in Oberösterreich, setzt auf KI — mit gemischten Erfahrungen: Während das digitale Kundencenter als Erfolg verbucht wird, scheiterte ein Forecast-Projekt, weil KI Schneefälle nicht vorhersagen konnte. Eine Erfahrung, die zeigt: KI entfaltet ihren Nutzen dort, wo Datenqualität und Zielsetzung stimmen.
KI in der Landwirtschaft und bei Food-Trends
In der Landwirtschaft gewinnt KI laut Genussland OÖ zunehmend an Bedeutung — beim Düngen, beim Pflanzenschutz und bei der Bewässerung. Entscheidend bleibt laut FH OÖ Campus Steyr: klare Ziele setzen und Ergebnisse messen — hat sich Qualität verbessert, wurden tatsächlich Kosten oder Zeit gespart? Auch bei Food-Trends wird KI ein Faktor: Algorithmen beeinflussen, wie Menschen nachhaltige Ernährung wahrnehmen und welche Essgewohnheiten sich verbreiten.
Die digitale Transformation betrifft uns alle. KI eröffnet die Chance, eingebüßte Wettbewerbsvorteile zurückzugewinnen und dem steigenden Fachkräftebedarf wirkungsvoll zu begegnen. Alles, was sich sinnvoll digitalisieren und automatisieren lässt, sollten wir konsequent nutzen — damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort eingesetzt werden können, wo ihre Fähigkeiten den größten Mehrwert schaffen.
LR Markus Achleitner (ÖVP), Wirtschafts-Landesrat Oberösterreich
|
Lebensmittel-Cluster OÖ — Upper Food 2026
|

