Wirtschaft & Innovation · Bezirk Ried im Innkreis, 20. Mai 2026
Dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind, sondern einander antreiben, zeigte Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) beim Bezirkstag Ried im Innkreis am 20. Mai 2026: Drei Unternehmensbesuche — RDG Recycling Group in Mühlheim am Inn, Scheuch Group in Aurolzmünster und Alveri GmbH in Ried im Innkreis — standen exemplarisch für eine Region, die ökologische Transformation als Wachstumschance begreift. Die Arbeitslosenquote im Bezirk liegt mit 3,6 Prozent deutlich unter dem oberösterreichischen Schnitt von 5,2 Prozent.
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3,6 % Arbeitslosenquote Bezirk Ried (April 2026) |
245 Neugründungen im Bezirk Ried 2025 |
455 Mio. € Volumen OÖ Wasserstoff- Projekte (50+ Projekte) |
+35,6 % Nächtigungswachstum Bezirk Ried seit 2015 |
Die ökologische Transformation ist für Oberösterreich als Wirtschafts- und Industriebundesland Nr. 1 nicht nur eine Herausforderung, sondern vor allem eine große Chance. Durch sie entstehen neue Geschäftsfelder, die oberösterreichische Betriebe exzellent besetzen können — zum Teil mit weltweit gefragten Kompetenzen in ihren Nischen.
LR Markus Achleitner (ÖVP), Wirtschafts- und Energie-Landesrat Oberösterreich
Drei Vorzeigebetriebe im Fokus
RDG Recycling Group (Mühlheim am Inn) recycelt Kunststoffe aus Produktionsabfällen und Verbundstoffen und deckt bis zu 60 Prozent des Produktionsenergiebedarfs über eine eigene Photovoltaikanlage mit 990 kWp auf fast 10.000 m². Zugekaufte Energie stammt aus Wind-, Wasser- und PV-Gemeinschaftsstrom.
Scheuch Group (Aurolzmünster) ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen für industrielle Luftreinhaltung, seit 1963 spezialisiert auf Feinstaub- und Schadstoffreduktion. Mit dem Projekt TACO₂ — einem Verfahren zur industriellen CO₂-Abscheidung aus Rauchgasen — belegte das Unternehmen 2025 den zweiten Platz beim Oö. Landespreis für Innovation und wurde für den Staatspreis Innovation nominiert.
Alveri GmbH (Ried im Innkreis) entwickelt intelligente Ladelösungen für E-Mobilität und Fuhrparkmanagement — mit Fokus auf automatisiertes Laden als Voraussetzung für autonome Fahrzeuge und dynamisches Energiemanagement.
Landesstrategien: Wasserstoff, Kunststoff, Mobilität
Hinter den Unternehmensbesuchen stehen drei strategische Landesinitiativen: Die OÖ Wasserstoff-Offensive 2030 vernetzt bereits 77 Akteure aus Wirtschaft und Forschung, über 50 identifizierte Projekte haben ein Gesamtvolumen von 455 Millionen Euro. Die Initiative Kunststoffstandort 2030 treibt die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voran, gestützt auf die Technologie-Roadmap „Sustainable Plastics Solutions”. Das Future Mobility Cockpit positioniert OÖ als Kompetenzregion für nachhaltige Fahrzeugkonzepte — mit einer geografisch kurzen Wertschöpfungskette: alle Kompetenzen im Umkreis von 50 Kilometern.
Klimaschutz durch Technologie — und nicht Klimaschutz statt Technologie. Innovation und Fortschritt lebt von Offenheit und nicht von Limitierung und Beschränkungen.
LR Markus Achleitner (ÖVP), Wirtschafts- und Energie-Landesrat Oberösterreich
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Bezirk Ried im Innkreis — Wirtschaft & Arbeitsmarkt (April 2026)
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