Wirtschaft & Innovation · Linz, 19. Mai 2026
Oberösterreich erwirtschaftet mit einem Bruttoregionalprodukt von 82,5 Milliarden Euro rund 17 Prozent des österreichischen BIP, bleibt mit 48,2 Mrd. Euro Exporten Exportbundesland Nr. 1 und meldete 2025 mit 496 Patenten zum 12. Mal in Folge die meisten Erfindungen aller Bundesländer. Das sind die zentralen Befunde des Standortberichts OÖ 2025, den Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Teodoro D. Cocca von der Johannes Kepler Universität Linz am 19. Mai 2026 präsentierte. Der konjunkturelle Ausblick: moderat positiv — aber fragil.
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82,5 Mrd. € Bruttoregionalprodukt OÖ 2024 |
5,2 % Arbeitslosenquote OÖ April 2026 (Platz 1) |
496 Patentanmeldungen 2025 |
+0,9 % Wachstumsprognose BRP OÖ 2026 |
451,3 Mio. € Standortbudget OÖ 2026 (Rekord) |
Die Stärke des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich beruht auf der Kombination aus industrieller Exzellenz, angewandter Forschung, nachhaltigen Technologien und qualitätsorientierter Innovation. Wir warten nicht darauf, dass eine konjunkturelle Erholung Wirkung zeigt — wir setzen selbst Impulse, um die Wirtschaft in unserem Bundesland zu stärken.
LR Markus Achleitner (ÖVP), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Oberösterreich
Arbeitsmarkt: Platz 1 unter allen Bundesländern
Mit einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent im April 2026 liegt Oberösterreich an der Spitze aller Bundesländer — knapp vor Salzburg (5,3 %) und deutlich unter dem Österreichschnitt von 7,5 Prozent. Ende April waren 692.000 Personen unselbständig beschäftigt (+0,11 % im Jahresvergleich), 18.594 offene Stellen standen 37.574 Arbeitslosen gegenüber. Auf eine offene Stelle kamen durchschnittlich 2,3 Arbeitslose — österreichweit sind es 4,0. Beim Lehrstellenmarkt stand jedem Suchenden statistisch gesehen 1,61 Stellen zur Verfügung.
Exportbundesland Nr. 1 — trotz globaler Unsicherheit
Mit 48,2 Milliarden Euro entfielen 2024 mehr als ein Viertel aller österreichischen Exporte auf Oberösterreich. Im ersten Halbjahr 2025 behauptete sich OÖ mit 23,9 Mrd. Euro (25,4 % aller österreichischen Exporte) weiterhin an der Spitze. Die Dynamik bleibt jedoch gedämpft: Die Schwäche wichtiger Partnerländer — allen voran Deutschland — und volatile Energiepreise belasten die Exportwirtschaft. 6.338 Neugründungen im Jahr 2025 (+10,6 % gegenüber 2024) zeigen dennoch anhaltende unternehmerische Dynamik. Ansiedlungsprojekte wie ein Google-Rechenzentrum, ein neues dm-Logistikzentrum in Kronstorf sowie Investitionen von FACC, GE Healthcare und BMW unterstreichen die Attraktivität des Standorts.
Konjunkturausblick: Moderat positiv, aber fragil
Univ.-Prof. Dr. Cocca prognostiziert für Oberösterreich ein reales Bruttoregionalprodukt-Wachstum von 0,9 Prozent im Jahr 2026 und 1,1 Prozent im Jahr 2027 — basierend auf einem weitgehend stabilen geopolitischen Umfeld. Die jüngste Eskalation im Nahen Osten (Iran-Konflikt) erhöht jedoch die globale Unsicherheit und könnte die Erholung über Energiepreise, Handelsströme und Investitionserwartungen weiter dämpfen. Entscheidend für die Zukunft: Produktivitätssteigerung durch Investitionen in Digitalisierung, industrielle KI und neue Geschäftsmodelle.
Rekordbudget für Forschung und Standort
2026 steht für Forschung und Wissenschaft ein Budget von 113,8 Millionen Euro bereit — das bisher höchste Forschungsbudget des Landes OÖ (+10 Mio. gegenüber 2025). Das gesamte Standortressort verfügt über 451,3 Millionen Euro (+9,3 Mio.). Die Forschungsquote liegt bei 3,5 Prozent — über dem österreichischen Schnitt von 3,2 Prozent. Zur Halbzeit der Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030 wurden bereits 250 Maßnahmen abgeschlossen, 105 laufen aktuell.
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Strategische Schwerpunkte OÖ 2026
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