v.l.: FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl MBA, Präsident der FH Oberösterreich, Simulationsforscher Dr. Niki Popper, Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner und MMag. Isolde Perndl, Kaufmännische Geschäftsführerin FH OÖ

Maßgeschneiderte KI aus OÖ: FH Oberösterreich vernetzt 200 Wirtschafts- und Forschungsvertreter für Innovationssprung

Wirtschaft & Forschung · Linz, Mai 2026

Mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft kamen beim KI-Event der Fachhochschule Oberösterreich in der Wirtschaftskammer OÖ in Linz zusammen — mit einem klaren Ziel: konkrete Kooperationen zwischen Forschung und Praxis auf den Weg zu bringen. Über 120 Forschungsprojekte an der FH OÖ weisen derzeit einen KI-Bezug auf, mit Schwerpunkten in Industrie, Produktion & Logistik, Life Sciences und Prozessoptimierung.

200+
Teilnehmer aus Wirtschaft
und Wissenschaft
120+
KI-Forschungsprojekte
an der FH OÖ
4
Fakultäten: Hagenberg,
Wels, Linz, Steyr

Eine besondere Stärke Oberösterreichs ist die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft unter dem Dach der anwendungsorientierten Forschung. Die FH Oberösterreich serviciert auf dem Feld der KI nicht nur die großen Leitbetriebe, sondern vermittelt auch den KMU die notwendigen Kompetenzen. Das hilft uns, die KI rasch in die Breite zu bringen.

LR Markus Achleitner (ÖVP), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Oberösterreich


Individuelle Lösungen statt KI von der Stange

Das Herzstück der FH-Strategie ist Maßschneiderei: Unternehmen brachten in themenspezifischen Workshops ihren konkreten Forschungsbedarf direkt an die Expertinnen und Experten heran. Beim Workshop „KI in der industriellen Produktion” mit rund 60 Teilnehmenden standen Fragen wie die KI-gestützte Analyse von Markteinflüssen, Energiepreisoptimierung und Qualitätssicherung bei schwankenden Rohmaterialien im Mittelpunkt. Die akademische KI-Forschung wird dabei von der Hagenberger Forschungsgruppe HEAL (Heuristic and Evolutionary Algorithms Laboratory) unter FH-Prof. PD DI Dr. Michael Affenzeller angeführt — einer der führenden Köpfe der angewandten KI-Forschung in Österreich.

KI populär machen: Von der ÖBB bis zur Impfstrategie

Simulationsforscher Dr. Niki Popper zeigte in seiner Keynote anhand konkreter Beispiele, wie KI komplexe Entscheidungssituationen beherrschbar macht: von der Analyse von Zugverspätungen im ÖBB-Netz bis zur Optimierung von Impfbudgets in der Corona-Pandemie. Popper — bekannt für seine öffentliche Wissenschaftskommunikation — machte dabei deutlich, dass KI stets auf historischen Daten aufbaut und erst durch Kombination mit Simulation ihre volle Erklärungskraft entfaltet.

Komplexe Entscheidungssituationen finden sich in allen Bereichen der Gesellschaft, auch in der Politik. Experten wie Niki Popper helfen mit, Berührungsängste vor neuen Technologien wie der KI abzubauen, weil sie in der Lage sind, ihre Anwendung anhand von lebensnahen Beispielen schlüssig zu erklären.

LR Markus Achleitner (ÖVP), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Oberösterreich

KI-Forschung an der FH Oberösterreich — Schwerpunkte

  • Industrie, Produktion & Logistik — Qualitätssicherung, Energieoptimierung, Prozessautomatisierung
  • Life Sciences — KI-gestützte Forschung im Gesundheits- und Biotech-Bereich
  • Prozessoptimierung in der Wirtschaft — maßgeschneiderte Lösungen für KMU und Leitbetriebe
  • HEAL-Forschungsgruppe Hagenberg — Heuristic and Evolutionary Algorithms Laboratory
  • Methodenkompetenz: Fakultät Hagenberg · Anwendungsfelder: Wels, Linz, Steyr