V.l.: Ing. Erwin Raffeiner, CEO Sprecher Automation, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner.

Sicherheitstechnologien OÖ: 11 Projekte, 4,8 Mio. Euro Förderung

Wirtschaft & Innovation · Linz, 1. Juni 2026

Das Land Oberösterreich fördert im Rahmen der Ausschreibung „Security Technologies & Solutions” elf innovative Forschungsprojekte im Sicherheitssektor — mit einer Gesamtinvestitionssumme von knapp 7,4 Millionen Euro. Weil alle elf Vorhaben förderungswürdig sind, erhöht das Wirtschaftsressort das ursprünglich geplante Förderbudget von 3,8 auf 4,8 Millionen Euro. Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer (ÖVP) und Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) präsentierten die Ergebnisse am 1. Juni 2026 gemeinsam mit Sprecher Automation CEO Ing. Erwin Raffeiner in Linz.

11
geförderte Forschungsprojekte, ausgewählt aus 32 Einreichungen
4,8 Mio. €
Landesförderung (erhöht von 3,8 Mio. €)
7,4 Mio. €
Gesamtinvestitionssumme aller 11 Projekte
800 Mrd. €
EU-Investitionsrahmen „Readiness 2030″ für Sicherheit & Verteidigung

Wir wollen Oberösterreich als führenden Standort im Zukunftsfeld Sicherheit etablieren — zum Schutz der Menschen und als Wachstumstreiber für unsere Wirtschaft. Mit unserer Sicherheits-Allianz OÖ wollen wir dazu auch die Stärken unserer Industrie mit der Innovationskraft der Forschungseinrichtungen in unserem Bundesland verknüpfen.

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer (ÖVP), Oberösterreich


Sicherheits-Allianz OÖ: Vom Netzwerk zur Forschungsoffensive

Die Förderausschreibung „Security Technologies & Solutions” ist ein zentraler Baustein der Sicherheits-Allianz OÖ — der strategischen Plattform, die das Land gemeinsam mit Business Upper Austria, Wirtschaft, Forschung und Blaulichtorganisationen betreibt. Adressiert waren kooperative Forschungsprojekte von Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Sitz in Oberösterreich — von intelligenter Automatisierung und Sensorik über Kommunikationstechnologien und Katastrophenvorsorge bis hin zu IT-Sicherheit und Dual-Use-Technologien. 32 Projekte wurden eingereicht. Eine internationale Expertenjury wählte die elf innovativsten aus. Der EU-Rahmen dafür ist gewaltig: Im Programm „Readiness 2030″ plant die EU Investitionen von bis zu 800 Milliarden Euro in Sicherheit und Verteidigung — Chancen, für die der Standort OÖ mit seiner industriellen Basis, Skalierungsfähigkeit und Technologiekompetenz besonders gut aufgestellt ist.

Es wurden 32 Projekte eingereicht – ein klares Zeichen für die Innovationskraft unseres Standorts. Eine internationale Expertenjury hat daraus 11 Projekte mit einer Gesamtinvestitionssumme von knapp 7,4 Millionen Euro zur Förderung vorgeschlagen. Deshalb wird das Wirtschaftsressort des Landes die vorgesehenen Fördermittel von ursprünglich 3,8 Mio. Euro auf insgesamt 4,8 Millionen Euro erhöhen.

LR Markus Achleitner (ÖVP), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Oberösterreich

Die elf Projekte: Von KI-Robotik bis Quantenkryptografie

Die ausgewählten Vorhaben decken das gesamte Spektrum moderner Sicherheitstechnologie ab. Im Bereich Robotik und autonome Systeme entwickelt das Konsortium LARX (FH OÖ, Rosenbauer International AG, Freiwillige Feuerwehr Wels, Landesfeuerwehrverband OÖ, pool3 GmbH) ein modulares Robotiksystem für Extremeinsätze — Erkundung, Gefahrenstoffmessung und Personenrettung in einem. MULES (PROFACTOR GmbH, AGILOX Services GmbH) arbeitet an autonomen Robotern, die auch ohne stabile Netzinfrastruktur in Krisen funktionieren. Die Drohnenplattform PUMBAA (FH OÖ u. a.) kombiniert Tierseuchen-Bekämpfung mit Katastrophenschutz — mit einer erwarteten Kosteneinsparung gegenüber personalintensiven Suchmethoden von 60 bis 80 Prozent.

Im Bereich Cybersecurity und kritische Infrastruktur forscht RAPID (JKU Linz, Software Competence Center Hagenberg, Sprecher Automation GmbH u. a.) an Laufzeit-Integritätsprüfung für industrielle Steuerungssysteme — relevant für Stromnetze, Umspannwerke und Bahntunnel. SENTRY (Coiss GmbH, Linz Center of Mechatronics) entwickelt einen nicht-invasiven Ansatz zur physikalischen Sicherheitsüberwachung von Industrieanlagen ohne Cloud-Abhängigkeit. Das Projekt QRYPTOS (Software Competence Center Hagenberg, FH OÖ, PwC, 3 Banken IT GmbH u. a.) adressiert die Bedrohung durch Quantencomputing für bestehende Verschlüsselungsverfahren und entwickelt Migrationspfade zur Post-Quantum-Kryptografie.

Weitere Projekte umfassen: ARESS — KI-gestütztes Assistenzsystem für Feuerwehreinsätze (FH OÖ, MOPIUS Mobile GmbH); LA-MARR — leichtmetallbasierte Panzerungen für Gefechtsfahrzeuge aus Aluminium-Verbunden (LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen, FH OÖ, INO GmbH); RESCUeDrive — emissionsfreie elektrische Antriebe für Einsatzfahrzeuge (BRP-Rotax GmbH & Co KG, LCM Linz Center of Mechatronics); SECURE_ACCESS — fälschungssichere keramische Datenspeicher auf Glasbasis mit KI-gestützter Zugriffsoptimierung (RECENDT, Ceramic Data Solutions GmbH); sowie SENTRA — skalierbare Infrastruktur zur Erkennung von Online-Betrug, Fake-Shops und Desinformation (FH OÖ, AGES, X-Net Services GmbH).

SICHERHEITS-ALLIANZ OÖ — FÖRDERAUSSCHREIBUNG „SECURITY TECHNOLOGIES & SOLUTIONS”

  • Einreichungen / Geförderte Projekte — 32 eingereicht · 11 ausgewählt durch internationale Expertenjury
  • Gesamtinvestition — knapp 7,4 Mio. Euro · Landesförderung: 4,8 Mio. Euro (erhöht von 3,8 Mio. Euro)
  • Themenfelder — Robotik & autonome Systeme · KI-Drohnenüberwachung · Cybersecurity · Quantenkryptografie · Leichtbau-Schutzwerkstoffe · Sichere Datenspeicherung · Online-Betrugsanalyse
  • Operative Umsetzung — Business Upper Austria (Standortagentur OÖ)
  • EU-Kontext — „Readiness 2030″: bis zu 800 Mrd. Euro EU-Investitionen in Sicherheit & Verteidigung
  • Pressekonferenz — 1. Juni 2026, Sprecher Automation, Linz

Post navigation

Leave a Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert